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August 1997 - Tamus / Aw 5757
Mit Zuversicht in das Jahr 5758
Die freundliche Stimmung, die unsere stets gut besuchten Gottesdienste auszeichnet,
trägt auch zur erfolgreichen Entwicklung unserer Gemeinde bei. Dafür gebührt allen ein
herzlicher Dank, die mit oder ohne ein Vorstandsamt durch ihren engagierten Einsatz dazu
beigetragen haben, daß Beth Shalom eine funktionsfähige jüdische Gemeinde geworden ist,
die regelmäßig Gottesdienste, Feiertagsfeier, einen
Religionsunterricht für Kinder und für Erwachsene sowie
interessante Vorträge zu jüdischen Themen anbieten kann.
Unsere Aufnahme in den Verband der
Reform Synagogues of Great
Britain sowie die Ehre, die diesjährige Europatagung der
World
Union for Progressive Judaism ausrichten zu dürfen, zeigen unsere volle
Integration in die jüdische liberale Welt. Die kürzlich in München erfolgte Gründung
der Union progressiver Juden in Deutschland, Österreich und der
Schweiz wird auch uns neue Entwicklungsimpulse geben.
Welche innere Kraft das neu erwachte liberale Judentum in München entfaltet, wurde
auch bei den Gottesdiensten zur Amtseinführung von Rabbiner Walter
Homolka und zu Leas Bat Mizwa am letzten Schabbat im Juni deutlich. Die
bevorstehende Mitgliederversammlung sowie vor allem die
Hohen Feiertage werden uns Gelegenheit geben, eine Bilanz des
Erreichten zu ziehen, um sich mit neuer Inspiration den künftigen Aufgaben zuzuwenden.
Dazu sind alle zur Mithilfe aufgerufen, auch in finanzieller
Hinsicht.
Insbesondere möchten wir uns an alle die wenden, die unser Entwicklung noch von
außerhalb beobachten: Werden Sie nun Mitglied von Beth Shalom! Ein Anruf genügt (Tel.
089/89 80 93 73).
In den letzten Monaten hat unsere Gemeinde engere Beziehungen zum Verband der Reform
Synagogues of Great Britain (RSGB) geknüpft. Wir wurden durch deren Rabbiner besucht,
benutzen seit November 1996 deren Liturgie für Schabbat und führen im September "Seder
haTefillot" ein, ein deutsches progressives Gebetbuch in zwei Bänden, aufbauend
auf den RSGB-Gebetbüchern. Am 8. Juni folgte die Jahreskonferenz von RSGB der Empfehlung
ihres Rates und wählte Beth Shalom zum assoziierten Mitglied der RSGB. Damit wird unsere
Mitgliedschaft in der Europaregion der World Union for Progressive Judaism ergänzt. Dies
wird uns beim Aufbau von nationalen Institutionen des progressiven Judentums in
Deutschland helfen, die entstehenden Probleme zu lösen. Durch die RSGB sind wir mit
folgenden Organisationen in Verbindung: Versammlung der Rabbiner; Beth Din der RSGB und
Europäischer Beth Din; Vereinigung der reformierten und liberalen Mohalim; Freunde des
Progressiven Judentums in Israel und Europa; Progressiver Zionismus Pro-Zion; Leo Baeck
College; Zentrum für Jüdische Erziehung; Jugend der Reform Synagogues RSY-Netzer.
Willkommen bei RSGB (Eine Botschaft vom RSGB-Vorsitzenden, Rabbiner Tony Bayfield)
Das Reformjudentum ist eine Synthese von traditionellen und modernen Werten - der
Bedeutung des jüdischen Gebets und der Spiritualität, des Lernen und der Erziehung, der
Ethik und sozialer Gerechtigkeit einerseits, und der Demokratie, des Pluralismus, der
Gleichberechtigung und der Eigenverantwortung anderseits. RSGB ist die stärkste
Reformbewegung in Europa. Unsere Verpflichtung zur Wiedererrichtung des europäischen
Judentums und die Fortentwicklung des Leo Baeck College sind die überragenden Aufgaben.
Die Reformbewegung sieht sich als eine Dachorganisation mit klaren Aufgaben: Sie bietet
vielfältige Dienste an zur Stärkung der Synagogen, Unterstützung der Erziehung,
Weiterbildung, Jugend- und Studentenarbeit sowie anderer Vorhaben zur Betonung der Werte
des Reformjudentums. Daher hat RSGB immer frühzeitig für die jüdische Gemeinschaft
Standpunkte zur Assimilation, zu Ehen mit Nichtjuden, zur Schwächung der traditionellen
Familie und zu anderen sozialen Entwicklungen formuliert.
Das Reformjudentum als ein breiter, mitte-links Block spricht diejenigen an, die ein
sich erneuerndes Interesse an der Tradition mit einem positiven Dialog mit der Moderne
verbinden. Dies haben wir erreicht durch klar artikulierte Grundwerte, ein breites
Spektrum der praktizierten Liturgie, eine Förderung einer großen Vielfalt von
religiösen, erzieherischen und sozialen Programmen und einen ehrlichen und offenen Sinn
sowohl für interne Debatten, als auch für die größere Gemeinschaft. Wir sind wahre
Pluralisten.
Die Bereitschaft der RSGB, positiv und mit Begeisterung auf den Wandel zu antworten,
ihr Verständnis für die Notwendigkeit der Öffnung, ihre Bereitschaft, für alle Juden
und jene, die sich dem Judentum nähern, offen zu sein, machen das Reformjudentum fähig,
den Bedürfnissen der jüdischen Bevölkerung in einer anspruchsvollen und sich ständig
verändernden Zeit zu begegnen. Und durch das MTSVA-Projekt von 1995 haben wir uns
verpflichtet, die Entwicklung eines zeitgenössischen und bedeutungsvollen Judentums in
ganz Europa zu fördern. Deshalb bin ich sehr dankbar, Beth Shalom in dieser
Partnerschaft progressiver Synagogen, die für ein Judentum mit einer Zukunft arbeiten,
begrüßen zu dürfen.
Elf Schlüsseldaten zur Geschichte der Reform-Synagogen von Großbritannien (RSGB)
-
1810 - Einweihung der ersten Reform-Synagoge in Seesen, Deutschland, durch Israel
Jacobssohn 1840 - Gründung der West-Londoner Synagoge Britischer Juden, London
1856 - Einrichtung der Manchester Reform Association 1926 - Bildung der World Union for Progressive Judaism
1942 - Sechs unabhängige Reformsynagogen bilden die Vereinigten Britischen
Synagogen, die 1958 zu den RSGB werden 1956 - Gründung des Leo Baeck College als Erbe der Hochschule für die
Wissenschaft des Judentums in Berlin 1981 - Bildung des Manor House Trust und Erwerb des Finchley Manor House, (später
das Sternberg-Center für Judentum, das Heimstatt vieler Institutionen der Reform-Bewegung
wird) 1982 - Gründung der Jugendbewegung RSY-Netzer 1986 - Gründung des Centre for Jewish Education
1994 - Neustrukturierung der RSGB zu einer Bewegung, die auf 41 Synagogen und
42.000 Mitglieder angewachsen war 1997 - Aufnahme von Beth Shalom als erstes assoziiertes Mitglied
Kontinentaleuropas, 187 Jahre nach der Gründung der Seesener Synagoge in Deutschland.
"Das neue jüdische Europa" lautet der Titel der
Jahreskonferenz der
Europäischen Region der World Union for Progressive Judaism, die Beth Shalom als
Gastgeber vom 30. Oktober bis 2. November 1997 in München ausrichtet. Wer an der
Tagung teilnehmen will, muß sich in London anmelden und spätestens bis 22. August die
Regiestrierungsgebühr von £ 175 überweisen (Anmeldeformulare: Tel. 089/89 80 93 73).
Als Gastgeber der Tagung müssen wir uns um die rund 200 Gäste kümmern. Für die
Vorbereitung und Durchführung brauchen wir daher viele Helfer; außerdem benötigen wir
Privatquartiere für die Gäste, die sich kein Hotel leisten können. Angebote an 0 89/89
80 93 73.
Die Tagung beginnt mit einer Gedenkfeier in Dachau (mehr hierzu im nächsten
Rundbrief). Für die musikalische Gestaltung der Gottesdienste während der Konferenz
konnten wir Professor Dr. Hermann Berlinski gewinnen. Der in New York lebende 88jährige
berühmte Komponist und Experte für jüdische religiöse Musik ist Musikberater von Beth
Shalom; er will unserer Gemeinde einen Teil seines wertvollen Musikarchivs vererben. Damit
er nochmals seine Musik in jüdischen Gemeinden in Deutschland aufführen und Vorträge
halten kann, müssen wir seine Reisekosten durch Spenden decken. Bitte unterstützen auch
Sie uns dabei, auch kleine Beträge helfen weiter. Hinweise zu
Überweisung und Spendenquittung. Vielen Dank!
WUPJnews als eMail
Den elektronischen Rundbrief der World Union for Progressive Judaism, die WUPJnews,
kann man per eMail beziehen.
Wer bestellen will, muß die Nachricht: subscribe WUPJnews <your name> an: listproc@shamash.org senden.
Zur Abbestellung senden Sie: unsubscribe WUPJnews <your name> an die gleiche eMail-Adresse.
Die WUPJ-Webseite hat die Adresse:
http://rj.org/wupj
Am 27. Juni wurde in München die Union progressiver Juden in Deutschland, Österreich
und der Schweiz als Zusammenschluß nichtorthodoxer jüdischer Gemeinden und Gruppen
gegründet. Mitglieder sind zZ die folgenden Gemeinden: Beth Shalom München, Gesher
LaMassoret Köln, Jüdische Gemeinde Hameln, Jüdische Gemeinde Hildesheim, Jüdische
Gemeinde Seesen, Kehila Chadascha Frankfurt/Main, Liberale jüdische Gruppe Kassel, Neue
jüdische Gemeinde Hannover und Or Chadasch Wien. Zum Vorsitzenden wurde Professor
Micha Brumlik (Frankfurt) gewählt, seine
Stellvertreter sind Rechtsanwältin Katarina Seidler (Hannover) und Rabbiner
Walter
Homolka (München).
Noch ist es zu früh, von der Rückkehr des deutschen Judentums zu sprechen. Doch
die liberale jüdische Tradition, für die Israel Jacobssohn, Leopold Zunz, Abraham
Geiger, Zacharias Frankel, Hermann Cohen, Benno Jacob, Leo Baeck, Regina Jonas und der
Münchner Rabbiner Leo Baerwald stehen, und die bis zur Vernichtung durch die Schoa das
deutsche Judentum prägte, ist im ihren Ursprungsland wieder lebendig.
Zwei Ereignisse, die Beth Shalom mit einem Festgottesdienst am 27. Juni gefeiert hat,
sind ein Zeichen dafür: die Gründung der Union progressiver Juden
und die Amtseinführung von Rabbiner Dr. Walter Homolka. Rund 300 Besucher kamen in die
völlig überfüllte Beth-Shalom-Synagoge: Mitglieder und Freunde von Beth Schalom,
Vertreter der Gemeinden der neuen Union, sowie zahlreiche jüdische und nichtjüdische
Gäste. Die Anteilnahme der Vertreter des öffentlichen Lebens, der Kirchen und des
diplomatischen Chors zeigt, daß die bitter enttäuschten Hoffnungen vieler deutschen
Juden, einen gleichberechtigten Platz in der Mitte der deutschen Gesellschaft zu finden,
sich doch noch erfüllen könnten.
Den bewegenden, von herzlicher Atmosphäre und schlichtem Zeremoniell geprägten
Gottesdienst leiteten Oberrabbiner Dr. Walter Jacob (Rodef Shalom in Pittsburgh und Beth
Shalom in München), Rabbiner Dr. Allen H. Podet (New York), Rabbiner Harry Jacobi
(London) und Kantor Barry Mehler (Amsterdam).
Walter Homolka wird das Rabbineramt neben seinem "bürgerlichen" Beruf
ehrenamtlich ausüben, womit er eine alte Tradition der rabbinischen Unabhängigkeit von
einer Gemeindeanstellung belebt. Er steht für Betreuung und für rabbinische
Entscheidungen Mitgliedern von Beth Shalom zur Verfügung; dafür ist er unter der
Telefonnummer 089-2602-3239 erreichbar. Außerdem wird er uns bei der Durchführung von
Gottesdiensten und durch Unterricht unterstützen. Als Mitglied des Europäischen Beth Din
der World Union wird Rabbiner Homolka in Absprache mit den Gemeinden und Gruppen für die
Belange des liberalen Judentums in ganz Deutschland tätig. Somit reicht seine Ernennung
zum Rabbiner über unsere Gemeinde hinaus. Die Rabbiner, die seine Smicha, die Rabbinerurkunde, unterzeichnet haben, stehen für die
drei Quellen, aus denen sich die neue progressive jüdische Gemeinschaft in Deutschland
speist: Oberrabbiner Walter Jacob repräsentiert die Fortführung des deutschen
Ursprungs, Rabbiner Allen Podet die amerikanische Gegenwart und Rabbiner Moshe
Zemer die israelischen Wurzeln. Ein schönes Symbol für die Kontinuität des liberalen Judentums in Deutschland ist auch
die Tatsache, daß Walter Homolka nun den Rabbinertalar trägt, der einst Rabbiner Ernst
Jacob gehörte; der Freund des Münchner Rabbiners Dr. Leo Baerwald amtierte vor dem Krieg
in Augsburg.
Auszug aus der Gästeliste: Stadtrat Siegfried Benker (Die Grünen), Ruth Cohen, Europavorsitzende der World Union,
Harvey Cohen vom Leo Baeck College, Konsul Jeffery Cox vom Britischen Generalkonsulat,
Joseph Domberger, Europa-Präsident der B'nai B'rith Loge, Professor Ernst Ludwig Ehrlich
aus Basel, Pfarrer Rupert Frania von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit, Evelyn Friedlander von der Hidden Legacy Foundation, Richard Grimm vom
Jüdischen Museum München, Staatsministerin a. D. Dr. Hildegard Hamm-Brücher, Stadtrat
Hans Dieter Kaplan (SPD) in Vertretung von Oberbürgermeister Christian Ude, Dr. Hans
Kerner von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Joel Levy von der Lauder
Foundation Berlin, Israel Offman, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Straubing,
Heinrich Olmer, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg, Dr. Rachel
Salamander von der Literaturhandlung in München, Berlin und Wien, Konsul Gregory Sandford
vom Konsulat der Vereinigten Staaten von Amerika, Professor Julius Schoeps vom
Moses-Mendelssohn-Zentrum in Potsdam, Marlene Sternbaum, Vizepräsidentin der B'nai B'rith
Loge München, Dr. Werner Vollmeyer von der Erzdiözese München-Freising und Erzabt Dr.
Notker Wolf OSB aus St. Ottilien.
Grußbotschaften haben geschickt:
Ignaz Bubis (Zentralrat der Juden in Deutschland), Dr. Simon Snopkowski (Landesverband der
Isr. Kultusgemeinden in Bayern), Charlotte Knobloch, Simon Shenavski und Dr. Abi Pitum
(IKG München), Andreas Nachama (Jüdische Gemeinde zu Berlin), Rabbiner Tovia Ben-Chorin
aus Zürich, Rabbiner Dr. Henry Brand, Rabbiner Edward van Voolen, Rabbinerin Bea Wyler,
Rabbiner Anthony Bayfield (RSGB), Rabbiner Jonathan Magonet, Professor Eveline Goodman-Tau
von der Universität Halle, Publizist Raphael Seligmann und Professor Hans Küng.
Die diesjährige Mitgliederversammlung von Beth Shalom, bei der ein Teil des Vorstandes
neu gewählt wird, findet am Montag , den 22. September 1997, um 19 Uhr 30 im
Restaurant Maon, Theresienstr. 31 (Rückgeb.), in München statt. Eine Einladung wird an
Mitglieder Anfang September verschickt. Vorschläge für die Tagesordnung oder Anträge -
vor allem Anträge zur Änderung der Satzung - bitte spätestens bis zum 20. August an den
Vorstand schicken.
Jour fixe
finden nach den Ferien wieder am Donnerstag, den 25. September, und am Donnerstag,
den 23. Oktober, jeweils ab 19 Uhr im Restaurant Maon, Theresienstr. 31 (Rückgeb.)
statt.
Beth Shalom finanziert sich bekanntlich ausschließlich durch Beiträge ihrer
Mitglieder und durch Spenden. Um unsere wachsenden Aufgaben wahrnehmen zu können, sind
wir auf Ihre großherzige Unterstützung angewiesen. Damit Sie bestimmen können, was mit
dem von Ihnen gespendeten Geld geschieht, wurden folgende Fonds eingerichtet:
-
Sozialfond
zur Finanzierung von Beitragsermäßigungen und ermäßigte Eintrittsgebühren für
sozial schwächere und zur Unterstützung des Gemeindenentwicklungsfonds der
deutschsprachigen Union progressiver Juden.
-
Rabbinerfond
zur Bildung von Rücklagen, um möglichst bald einen hauptamtlichen Gemeinderabbiner
anstellen zu können. Außerdem sollen, zusammen mit der deutschsprachigen Union für
progressives Judentum, Stipendien für die Ausbildung von Rabbinern geleistet werden.
Bereits in diesem Jahr werden zwei Kandidaten aus Deutschland ihr Rabbinerstudium am Leo
Baeck College in London beginnen, die eine finanzielle Unterstützung brauchen.
-
Musik/ Prof. Dr. Hermann Berlinski
Der in New York lebende 88jährige berühmte Komponist und Experte für jüdische
religiöse Musik ist Musikberater von Beth Shalom; er will unserer Gemeinde einen Teil
seines wertvollen Musikarchivs vererben. Damit er nochmals seine Musik in jüdischen
Gemeinden in Deutschland aufführen und Vorträge halten kann, müssen wir seine
Reisekosten durch Spenden decken. Bitte unterstützen auch Sie uns dabei, auch kleine
Beträge helfen weiter.
Bitte teilen Sie uns Ihre Spende auf unserem
Beth Shalom
Unterstützungs-Formular.
Freitag, den 1. August 1997, 19 Uhr 30, Kabalat Schabbat in der Beth-Shalom-Synagoge
Feitag, den 5. September 1997, 19 Uhr 30, Kabalat Schabbat in der Beth-Shalom-Synagoge
Bitte bringen Sie für den Oneg Getränke und milchige Speisen mit.
Zum 50-jährigen Bestehen des
Staates Israel freuen wir uns, Ihnen die online-Veröffentlichung des Buches ''...mit Ausnahme Deutschlands'' von
Avi Primor, Botschafter des Staates Israel in der
Bundesrepublik Deutschland, präsentieren zu können. Dieser, bislang in Deutschland einmalige Service, wurde ermöglicht durch eine innovative
und großzügige Geste des Ullstein Verlags,
Berlin. Vielen Dank an Michaela Beck
Avi Primor besuchte Beth Shalom
Israels Botschafter in Deutschland, Avi Primor, kam am 9. Juli zu Beth
Shalom, da ihm ein Besuch des Gottesdienstes zur Amtseinführung von Rabbiner Homolka aus
Termingründen nicht möglich war. Botschafter Primor zeigte sich in dem Gespräch mit
Mitgliedern unserer Gemeinde an der Entwicklung des liberalen Judentums in Deutschland
sehr interessiert. Er versprach uns die bestmögliche Unterstützung der Botschaft. Er
versicherte auch, daß der Staat Israel die halachischen Entscheidungen des Europäischen
Beth Din der World Union anerkennt; auch dessen Konversionen berechtigen nach dem
Rückkehrergesetz zum Erwerb der israelischen Staatsangehörigkeit.
Wir hoffen, Botschafter Primor noch öfters bei Beth Shlaom begrüßen
zu können. Eine Zusage, daß er die World-Union-Tagung in München eröffnen wird, liegt
bereits vor.
Tacheles von Lora München
Tacheles, das junge jüdische Magazin
aus München, sendet bei Radio Lora München jeden zweiten und fünften Mittwoch
des Monats um 19 Uhr auf 92,4 MHz. Die nächste Sendung wird am 13. August an das
Münchner Olympia-Attentat vor 25 Jahren erinnern.
Wir möchten uns bei allen Lehrern und Eltern bedanken, die im
vergangenen Schuljahr viel Arbeit für die Sonntagsschule geleistet haben. Laura, Gal,
Ariel, Gesa und Petra haben wunderbar mit den Kindern gearbeitet. Alle Eltern haben
mitgeholfen; ein besonderer Dank gilt Miguel für sein besonderes Engagement.
Wie viele schon wissen, haben wir für den künftigen
Religionsunterricht eine erfahrene, ausgebildete Lehrerin gefunden. Dina kommt aus Israel
und hat TaNaKh (Bibel), Hebräisch und verwandte Fächer in Israel und in Deutschland
unterrichtet. Sie hat zwei Kinder und hat bereits unsere Sonntagsschule und unsere
Gemeinde kennengelernt. Sie wird auch für die Entwicklung eines Curriculum verantwortlich
sein, das wir als eine wachsende Gemeinde für die religiöse Erziehung unserer Kinder
dringend brauchen.
Die wichtigste Änderung ist der Wechsel von der Sonntagsschle zu einem
wöchentlichen Unterricht während der Woche in Räumen der Beth-Shalom-Synagoge.
Vorgesehen ist folgender Zeitplan:
Dienstag, 15.00 bis 16.00:
Kindergartengruppe und 1. Klasse
Dienstag, 16.00 bis 17.30: ab 4. Klasse
Mittwoch: 16.00 bis 17.00: 2. und 3. Klasse
Der Zeitplan ist ausreichend flexibel, so daß bei wachsender Kinderzahl
der Unterricht erweitert werden kann. Um uns mit der Planung zu helfen, melden Sie bitte
Ihr Kind/Ihre Kinder bei Beth (Tel. 74 66 57 72). Wir möchten von der
"unverbindlichen" Teilnahme der Kinder an der Sonntagsschule wegkommen und
erwarten einen regelmäßigen Schulbesuch der angemeldeten Kinder.
Der Unterricht wird dem Schulkalender folgen; er beginnt mit der Woche
vom 22. September (der zweiten "deutschen" Unterrichtswoche, damit jeder seinen
Unterrichtsplan schon kennengelernt hat).
Werben Sie auch bei Ihren jüdischen Freunden, die Kinder haben, für
unseren Religionsunterricht! Der Unterricht ist für Mitglieder von Beth Shalom
kostenfrei. Nichtmitglieder zahlen einen Monatsbeitrag, der in den nächsten Wochen
festgelegt wird.
Aktuelle Ausstellungen
Mappot, das Band der jüdischen Tradition seit der Spätantike
Prähistorische Staatssamlung München, noch bis 14.9.
Die "Jeckes" in Israel
Gasteig, München, bis zum 31.7.
Seminar zum Buch der Psalmen
Karl Neuwirth hält im Wintersemester ein zweistündiges Seminar für Allgemeine
und Vergleichende Literaturwissenschaft zur althebräischen Poesie - das Buch der Psalmen
- jeweils am Donnestag, 15 bis 17 Uhr. Auskunft 089/3085100.
Abschied und Danke an Familie Maoz
Wir wünschen der Familie Maoz für ihren nächsten Lebensabschnitt,
diesmal in Westport, Connecticut. Michael hat eine Stelle bei der Gartner-Gruppe
angenommen, was die Familie zurück in die USA führt. Die Familie Maoz gehörte zu den
ersten Mitgliedern der Munich Jewish Support Group Anfang der 90er Jahre. Unsere Gemeinde
hat als eine jüdisch-amerikanische Chavurah begonnen, in der Carol und Michael führende
Rolle im Gottesdienst und Erziehung hatten. Später, bei Beth Shalom, leitete Michael die
Torah-Studiengruppe und Carol war in der Sonntagsschule engagiert. Ilana feierte die erste
Bat Mizwa in der Gemeinde. Danke für die Zeit und Energie, die Ihr unserer Gemeinde
gewidmet habt. Wir werden Euch vermissen.
Wir laden Sie herzlich ein, mit uns die Hohen Feiertage unter Leitung
von Rabbiner Jonathan Magonet, Rektor des Leo Baeck College in London, zu feiern.
Gottesdienste
1. Oktober, 19.30, Erev Rosch Haschana
2. Oktober, 10.00, Rosch Haschana
10. Oktober, 19.30, Kol Nidre
11. Oktober, 10.00, Jom Kippur
Bitte bringen Sie für den Oneg an Erev Rosch Haschana Getränke und
milchige Speisen.
Für das Fastenbrechen nach Jom Kippur bringen Sie bitte Getränke
sowie milchige Speisen (ausreichend für Ihre Familie und zwei Gäste) nach dem
Anfangsbuchstaben Ihres Namens: A bis I - Hauptgericht, J bis R - Nachtisch, S bis Z -
Beilage oder Salat.
Platzreservierung (0 89/89 80 93 73)
Wegen begrenzter Zahl der Plätze in der Beth-Shalom-Synagoge sind
Platzreservierungen für Mitglieder und Gäste unerläßlich.
Mitglieder: Eintritt ist frei, Plätze werden garantiert, aber
Sie müssen Bescheid geben, ob Sie Ihren Platz (Ihre Plätze) benötigen, bis Mittwoch,
den 10. September. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie die Eintrittskarten per Post.
Gäste: Eintritt für alle Gottesdienste kostet für Familien DM
200,- und für Einzelpersonen DM 100,-. Karten nur für Rosch Haschana oder nur für Jom
Kippur DM 100,- für Familien bzw. DM 50,- für Single. (Ermäßigung in begründeten
Fällen möglich). Eintrittskarten werden für alle Gottesdienste benötigt; Bestellungen
bis Montag, den 29. September (je nach verfügbaren Plätzen) möglich. Auskunft siehe
Telefon oben.
Gebetbuch: Reservieren Sie sich unser neues Gebetbuch zum
Vorzugspreis von DM 100,- (gültig für Mitglieder)! Sie können auch Gebetbücher für
die Gemeinde spenden!
Jiskor-Buch
Jom Kippur ist die traditionelle Zeit für Spenden zur Erinnerung an
verstorbene Angehörige. Dazu wird Beth Shalom auch in diesem Jahr ein Jiskor-Buch
erstellen. Wer Eintragungen wünscht, wende sich bitte bis zum Mittwoch, den 24.
September, an Gigi (ab dem 18. August 1997 Telefon 089/6886598). Ihre Spende können Sie
für einen der neuen Fonds bestimmen (siehe Seite 8)
Organisation der Feiertage
Das Organisationstreffen für die Hohen Feiertage findet am Dienstag,
den 29. Juli, im Maon statt. Interessenten sind willkommen. Falls Sie nicht teilnehmen
können, aber bei der Feiertagsvorbereitung helfen wollen, rufen Sie bitte Gigi an
(089/881127). Wählen Sie einen positiven Neujahrsbeginn - beteiligen Sie sich!
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