| Mitteilungen aus der Liberalen Jüdischen
Gemeinde Beth-Shalom: Das Jahr 5758 fängt gut
an...
Die Hohen Feiertage, mit denen wir das
neue jüdische Jahr begonnen haben, waren ein besonderes Erlebnis. Dafür gebührt
herzlicher Dank Rabbiner Jonathan Magonet, Kantorin Isabelle Ganz und Rabbiner Walter
Homolka für ihre inspirierende Leitung der Gottesdienste sowie den zahlreichen Helfern um
Gigi, die mit dem Einsatz aller ihrer Kräfte für den reibungslosen Ablauf gesorgt haben.
Kopien der Predigten von Rabbiner Magonet (in Deutsch und Englisch) sind für einen
Selbstkostenbeitrag von 8 DM erhältlich. Vorbestellungen bei Pat unter Tel. 39 69 85.
Auch
das neue Gebetbuch, das wir mit den
Feiertagen in die jüdische progressive Gemeinschaft in Deutschland eingeführt haben, hat
durch seine geglückte Verbindung traditioneller und moderner Texte zum Erfolg
beigetragen. Übrigens: Wer noch das zweibändige Gebetbuch erwerben oder es der Gemeinde
spenden möchte (zum Beispiel zum Andenken an Verwandte), kann es noch bis Ende Dezember
zum Mitglieder-Vorzugspreis tun. Anruf genügt (Tel. 089/89 80 93 73).
Beth Shalom geht in das neue Jahr mit einem nur wenig
veränderten Vorstand: Bei der (nicht besonders gut besuchten)
Mitgliederversammlung am 22. September wurden Jan Mühlstein als 2. Vorsitzender und Gigi
Höhn als Vorstandsmitglied für weitere zwei Jahre bestätigt. In den Vorstand
zurückgekehrt ist Stacey van Hooven, die bereits im Gründungsvorstand von Beth Shalom
als 1. Vorsitzende amtierte. Sie ersetzt Emanuel Rund, der nicht erneut kandidiert hat.
Die Amtsperiode der übrigen vier Vorstandsmitglieder dauert bis zu nächsten
Mitgliederversammlung, die am 12. Februar 1998 stattfinden wird.
Ein wichtiges Ergebnis der Mitgliederversammlung: Die wachsende
Arbeit der Gemeinde kann der Vorstand nicht alleine bewältigen. Wir brauchen die
aktive
Mitarbeit vieler Gemeindemitglieder. Überlegen Sie sich bitte,
wie auch Sie helfen können. Das Engagement vieler
- auch in finanzieller Sicht - ist um so nötiger, da Walter Homolka im April 1998 die
Aufgabe des Geschäftsführers von Greenpeace in Hamburg übernehmen und dann als
ehrenamtlicher Landesrabbiner von Niedersachsen amtieren wird. Durch seinen bevorstehenden
Weggang wird uns bewußt, wie viel er für uns als Rabbiner getan hat. Wir bemühen uns
darum, keine Lücke entstehen zu lassen, und einen Rabbiner zu gewinnen, der Beth Shalom
regelmäßig betreuen kann.
Zu den Erfolgen des neuen Jahres zählt die von Medien stark
beachtete Einweihung des Neuen Jüdischen Friedhofs am Münchner
Waldfriedhof durch Oberrabiner Walter Jacob am 30. Oktober. Wir haben das Feld, das die Nummer 477b trägt, gemeinsam umschritten,
um es symbolisch in Besitz zu nehmen. An vier
Ecken - den Himmelsrichtungen entsprechend - wurde Erde aus Israel eingegraben. Die Zeremonie wurde mit
einer Beerdigung einer Textseite aus einem liberalen jüdischen Gebetbuch aus dem 19.
Jahrhundert abgeschlossen.
Aus dem Rundbrief
Dezember 1997 - Kislev 5758

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