Inspiration und Motivation:
European Regional Annual Conference in Lyon

Über 160 Delegierte aus progressiven jüdischen Gemeinden in 16 Ländern kamen im November 1998 in Lyon zusammen. Die Jahreskonferenz bietet Inspiration und Motivation und dient der unerläßlichen Vernetzung der europäischen Gemeinden aller Größen. Es lohnt sich, Zeit und Geld aufzuwenden, um an den Gottesdiensten, Vorträgen und Arbeitsgruppen teilzunehmen!

Den Eröffnungsvortrag "Das französische Judentum im 21. Jahrhundert" hielt Jacques Attali, Berater von Präsident Francois Mitterand. In den Gottesdiensten, bei denen auch Beth Shalom durch eine Alia geehrt wurde, predigten Rabbiner Reuben Sternshein aus Barcelona und Rabbiner John Raynor (Raynors Predigt "Die Zukunft des europäischen Judentums" und ein sehr motivierender Vortrag von Rabbiner Tony Bayfield "Progressives Judentum und Mizwot" können angefordert werden). Zum Schiur hielten Rabbiner Raynor und Rabbiner Mosche Zemer einen Halacha-Workshop ab.

In Arbeitsgruppen der Tagung gab es viele Anregungen, die auch bei Beth Shalom umgesetzt werden können, so zeigte Rabbiner Mark Goldsmith von der Woodford Progressive Synagogue in London, wie Gemeindeaktivitäten gesteigert werden können. Rabbiner Jonathan Romain von der Maidenhead Reform Synagoge, Autor wichtiger Bücher wie "Faith and Practice", leitete eine Arbeitsgruppe zum Thema der gemischtreligiösen Ehen.

Rabbiner Rodney Mariner, Vorsitzender des Europäischen Beth Din, stellte Fallbeispiele vor und beantwortete Fragen, z.B. über Statusfeststellungen und Konversionen. Mit Viv Bellos, Musikdirektorin der NW Reform Synagogue, lernten wir unterschiedliche Formen jüdischer Musik. Ein Notenbuch der RSGB ist nun im Besitz von Beth Shalom. Welches musikalisch erfahrene Mitglied von Beth Shalom will helfen, dieses Gebiet zu entwickeln?

Die wichtigsten Entscheidungen der Konferenz waren die Wahl von Dr. Leo Hepner zum Vorsitzenden der Europaregion und von Rabbiner Richard Block zum neuen World Union Executive Director sowie der Beschluß, mehr Aufmerksamkeit und Mittel für die sich entwickelnden Gemeinden in Mitteleuropa aufzuwenden. So wird ein eigener Spendenfond gegründet, damit Kandidaten aus diesen Gemeinden das Rabbinerstudium am Leo Baeck College in London ermöglicht werden kann. Künftig wird die Europakonferenz alle zwei Jahre stattfinden, um nicht mit der Internationalen Konferenz der World Union zu kollidieren.

Kurz nach der Konferenz erreichte uns die Nachricht, daß Rabbiner Clifford Kulwin von seinem Posten als Direktor der Internationalen Entwicklung zurückgetreten ist. Wir wünschen Cliff und seiner Familie alles Gute für die Zukunft und danken ihm, daß er Beth Shalom in den Anfangsjahren in die World Union eingeführt hat. Es wurde beschlossen, die Zuständigkeit für europäische Angelegenheiten an einen Rabbiner in Deutschland oder in Frankreich zu übertragen. Die Einrichtung einer solchen Teilzeitstelle soll zur Entwicklung der Region beitragen.

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Mitglied der World Union for Progressive Judaism, assoziiert den Reform Synagogues of Great Britain

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