Pessach 5761

 

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Es gibt keine schlechten Fragen - nur schlechte Antworten. Judentum und Fragestellungen sind untrennbar miteinander verbunden. Die Mischna - und darum auch der Talmud - fängt mit einer Frage an: ab wann lesen wir das Sch'ma Jisrael?

Auch der berühmte Bibelkommentator Raschi beginnt seinen Kommentar zum 1. Buch Mose mit der Frage, warum die Bibel mit der Weltschöpfung anfängt und nicht mit demjenigen Abschnitt im 2. Buch, welcher ein zentrales Gebot für Israel enthält.

Fragen im Judentum: nicht nur intelligente, sondern auch einfache, denn wer entscheidet, was schwierig und was einfach ist? Alle Fragen sind berechtigt! Auch und insbesondere die Fragen der Kinder!

An unserem populärsten Feiertag, Pessach, wird die Frage gestellt: Mah nischtana - worin unterscheidet sich...? Kinder stellen Fragen, und ein jedes erhält seine Antwort in der ihm eigenen Sprache, die es versteht. Judentum und Pessach verbinden sich seit langem schon an diesem Fest zur Pädagogik, bevor es diese als Disziplin gab.

Meine Gemeinde stellt mir als Rabbiner viele Fragen: das freut mich, zeigt es, dass man lernen möchte und es auch tut. Ob in den Schiurim oder im Gottesdienst: man fragt, man beteiligt sich, man lernt. Eine lebendige Gemeinschaft, die sich wirklich engagiert. Gerade dazu laden wir auch ein, und dies nicht nur an Pessach.

Elu ve-elu d'varim Elohim chajim - alle Meinungen sind Worte des lebendigen Gottes! Im Vertrauen auf schalom für Israel und für die ganze Menschheit: frohe Feiertage - gut Purim und chag sameach - wie man früher zu Pessach in deutsch-jüdisch sagte: Bau gut!

Rabbiner Edward van Voolen
Gemeinderabbiner Beth Shalom

Gedenken an die Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge

Remembering the Destruction of the Central Synagogue Munich


Die "kleine Torah" kehrt nach Deutschland zurück

Rabbiner Ordination

Jüdische Weisheit

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