Rundbrief November – Dezember 2002
Liberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom
Kislew – Tewet 5763

Chanukka – ein Fest mit vielen Fragen

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Wo sind die Grenzen der individuellen Freiheit? Wo sind die Grenzen zwischen "Integration" und "Assimilation", zwischen dem Bedürfnis, sich an andere anzupassen, und dem Willen, die eigene kulturelle Identität zu schützen? Wann ist "Widerstand" erlaubt, passiver oder aktiver, wann ist "innere Emigration" zu empfehlen?

Dies sind die eigentlichen Themen für Chanukka – einen Feiertag (eigentlich eine Woche und ein Tag), an dem wir an Freiheitskämpfer von vor mehr als 2000 Jahren denken, an ihre "Heldentaten" erinnern (waren sie Helden oder ...?).

Die moderne Welt wird von "Fundamentalisten" und "Fanatikern", von "Terroristen" und "Freiheitskämpfern" erschüttert – was sagt das Judentum zu diesen Phänomenen? Sollen wir wie die Makkabäer handeln oder nicht?

Viele Fragen. Tiefe Fragen. Chanukka ist ein Fest, ein Feiertag, ein Tag (eigentlich acht Tage) der Freude. Aber die Fragen dahinter sind auch wichtig.

Ich wünsche allen ein Chag Chanukka Sameach!

Rabbiner Walter Rothschild


Gedenken an die Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge

Remembering the Destruction of the Central Synagogue Munich


Die "kleine Torah" kehrt nach Deutschland zurück

Rabbiner Ordination

Jüdische Weisheit

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