|
Jung und Jüdisch
Zum dritten Mal und
wiederum mit gutem Erfolg und lebhaftem Interesse tagte die Gruppe Jung und
Jüdisch (junge Erwachsener im Alter zwischen 18 und 35 Jahren), diesmal am
zweiten Dezember-Wochenden in München. Neben den sehr schön gestalteten
Gottesdiensten am letzten Abend von Chanukka und Schabbat Mi-Kez gemeinsam mit
Beth Shalom und in Zusammenarbeit mit Rabbiner Rothschild war einer der
Höhepunkte der Vortrag von Hildegard Hamm-Brücher, der großen alten Dame der
Politik, zum Thema Neuer Antisemitismus?
Von den Fördereren der
Veranstaltung sei an dieser Stelle der Zentralrat der Juden in Deutschland und
der Kreisjugendring genannt. Ihnen und den anderen Sponsoren herzlichen Dank!
Spenden Sie!
Das Budget für 2002/03
sieht zum Ausgleich zwischen Ausgaben und Einnahmen durch Mitgliederbeiträge
Spenden von 20.000 Euro vor. Wir bitten alle Freunde und Mitglieder, dazu
beizutragen, dass dieser Betrag aufgebracht wird. (Rückfragen und Kontonummer
siehe Vorderseite.)
Internes aus der
Redaktion
Jan sei herzlich
gedankt, dass er im vergangenen Jahr nochmals den Rundbrief übernommen und ihn
so pünktlich und zuverlässig gestaltet hat. Es steckt viel Zeit und Arbeit
dahinter!
Diese Ausgabe hat zum
ersten Mal das neue Team Ilse (Redaktion) und Charles (Grafik) erarbeitet. Der
Rundbrief wird wie bisher alle zwei Monate erscheinen, dazwischen gibt es den
Info-Brief, der versetzt ebenfalls alle zwei Monate und nur an
Mitglieder verschickt wird.
Wer laufend per E-Mail
Informationen über Beth Shalom und die jüdische Welt erhalten will und
Beth-Shalom-Mitglied ist, kann sich unter adrian.schell@gmx.de in die
E-Mail-Liste eintragen lassen.
Sie haben ein Buch mit
jüdischem Bezug gelesen? Dann schreiben Sie uns doch, was Sie davon halten. Sie
wissen von einer Veranstaltung? Dann teilen Sie uns bitte den Termin mit. Wir
von den Informationsdiensten brauchen Informationen auch von Ihnen! Alles, was
Ihnen wichtig und interessant erscheint, erfahren gerne Beth, Ilse oder Adrian.
Jahrestagung in
Berlin
Die Jahrestagung der Union progressiver Juden
in Deutschland e. V. findet von Donnerstag, 10. Juli, bis Sonntag, 13. Juli
2003, statt. Tagungsort ist in diesem Jahr Berlin-Spandau. Das Thema lautet
Jüdisches Leben in der Pluralität.
Erfahrungen und Perspektiven. Die
Tagungssprachen sind Deutsch, Russisch und Englisch.
Seit 1995 treffen sich
Jüdinnen und Juden der liberalen und konservativen Religionsrichtung jedes Jahr,
um gemeinsam zu lernen, zu beten, zu feiern, Erfahrungen auszutauschen und
Positionen zu klären. Die Tagung dient dazu, das bislang Erreichte in neue
Bezüge zu stellen und Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen.
Praxisorientierte Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen und Referate von
qualifizierten Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland schaffen Raum für
gemeinsames Lernen und den Erfahrungsaustausch.
Die Union lädt dazu
alle interessierten Jüdinnen und Juden, unabhängig ihres persönlichen
Hintergrundes, ein. Die Tagung ist ein Forum, in dem die Vielfalt jüdischen
Lebens in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Ausdruck gebracht werden
soll.
Da der bisherige
Tagungsort zu klein geworden war und in den letzten beiden Jahren vielen
Menschen abgesagt werden musste, ist der Treffpunkt ein größeres Tagungszentrum.
Es liegt in Berlin-Spandau und ist gut zu erreichen.
Folgende
Themenbereiche werden in den Workshops voraussichtlich bearbeitetet:
1. Jüdische Identität
in Deutschland, Österreich und der Schweiz 2003
2. Informationen aus
dem liberalen und konservativen Judentum
3. Jüdische Erziehung
4. Halacha und
jüdisches Leben
5. Jüdische Liturgie
6. Jüdische Kultur
Geschichte Wissenschaft des Judentums
7. Gemeindeleitung
Fundraising aktuelle Gemeindefragen
8. Schiurim
Anfragen und
Programmvorschläge unter
jahrestagung@liberale-juden.de
Bücher
interessant und preiswert
Die Edition Colloquium
im Wissenschaftsverlag Volker Spiess räumt ihr Lager und bietet folgende Bücher
zu einem günstigen Preis an. Geliefert wird, so lange der Vorrat reicht.
Marianne Awerbusch/Stefi Jersch-Wenzel, Bild
und Selbstbild der Juden Berlins zwischen Aufklärung und Romantik. 264 S., geb.,
früher 98 DM, jetzt 19,95
2
Die Tagungsbeiträge internationaler Wissenschaftler konzentrieren sich auf
die Epoche vom Ende des 18. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, als die
bürgerliche Emanzipation der Juden in der preußischen Hauptstadt Programm und
Kontroverse wurde. Die detaillierten Schilderungen alltäglicher Realität vor dem
Hintergrund dogmatischer Auseinandersetzungen und aufklärerischer Forderungen
ermöglichen einen neuen Blick auf den Prozess möglicher Assimilation es
entstand für einige Jahrzehnte eine einmalige soziale Symbiose zwischen einer
schmalen jüdischen Oberschicht und einer begrenzten Gruppe von christlichen
Aristokraten, Beamten, Wissenschaftlern und Künstlern. Sie prägten das
Selbstverständnis der preußischen Juden für Generationen.
Guido Kisch, Judentaufen. Eine
historisch-biographisch-psychologisch-soziologische Studie. 136 S., geb., früher
68 DM, jetzt 17,50
2
Der Verfasser verfolgt am Beispiel gebildeter Juden den Wechsel zum
christlichen Glauben seit der Emanzipationsbewegung zu Beginn des 19.
Jahrhunderts. Einer Reflexion über das Problem der Judentaufe, die Literaturlage
und die Motive folgen Selbstbekenntnisse von Konvertiten und glaubenstreuen
Juden.
Stefi Jersch-Wenzel, Deutsche Polen Juden.
Ihre Beziehungen von den Anfängen bis ins
20. Jahrhundert. 324 S., geb., früher 68 DM, jetzt 17,50
2
Die Beziehungen zwischen Deutschen, Polen und Juden werden in den
Tagungsbeiträgen vom Mittelalter bis in die Gegenwart verfolgt. Dabei werden
wirtschaftliche Fragen ebenso bearbeitet wie Probleme der jüdischen
Refor-mation und die Minoritätenpolitik. Den Band schließt eine Reflexion Peter
Steinbachs über den Aussagewert der nach 1945 entstandenen Quellen zur
Geschichte der NS-Gewaltverbrechen ab.
Stefi Jersch-Wenzel, Juden und Franzosen in
der Wirtschaft des Raumes Berlin/Brandenburg zur Zeit des Merkantilismus. 308
S., geb., früher 98 DM, jetzt 19,95
2
Die preußisch-merkantilistische Wirtschaft des 18. Jahrhunderts. wurde
durch privilegierte (Franzosen) und verachtete (Juden) Minoritäten befördert.
Die Verfasserin untersucht dieses durch staatliche Initiative importierte
Ersatzbürgertum. Nicht der oft behauptete Zusammenhang zwischen Religionsinhalt
und Wirtschaftsverhalten sondern die enge Bindung an die Zentralgewalt führte
zur Konzentration auf den Merkantilismus statt zu einer innovativen Durchsetzung
der Frühindustrialisierung.
Werner Schochow, Deutsch-jüdische
Geschichts-wissenschaft. 352 S., geb., früher 108 DM, jetzt 24,95
2
Der Verfasser stellt sich die Aufgabe, eine Geschichte der jüdischen
Bibliographie in Deutschland seit der Begründung einer Wissenschaft des
Judentums zu schreiben und deren Organisationsformen in ihrer historischen
Entwicklung zu verfolgen. In gründlicher historischer Rückschau werden die
Voraussetzungen für eine Gesamtbibliographie der Juden über Deutschland hinaus
erörtert.
Ihre Bestellung nimmt
gerne
per E-Mail oder Fax entgegen:
Edition Colloquium im
Wissenschaftsverlag Volker Spiess
Gneisenaustr. 33 , D-10961 Berlin
Fax: 030/ 691 40 67
spiess-verlage@t-online.de |