Rundbrief Januar – Februar 2003
Liberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom
Schwat - Adar 5763

Berichte & Meldungen

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Jung und Jüdisch

Zum dritten Mal – und wiederum mit gutem Erfolg und lebhaftem Interesse – tagte die Gruppe „Jung und Jüdisch“ (junge Erwachsener im Alter zwischen 18 und 35 Jahren), diesmal am zweiten Dezember-Wochenden in München. Neben den sehr schön gestalteten Gottesdiensten am letzten Abend von Chanukka und Schabbat Mi-Kez gemeinsam mit Beth Shalom und in Zusammenarbeit mit Rabbiner Rothschild war einer der Höhepunkte der Vortrag von Hildegard Hamm-Brücher, der großen alten Dame der Politik, zum Thema „Neuer Antisemitismus?“

Von den Fördereren der Veranstaltung sei an dieser Stelle der Zentralrat der Juden in Deutschland und der Kreisjugendring genannt. Ihnen und den anderen Sponsoren herzlichen Dank!

Spenden Sie!

Das Budget für 2002/03 sieht zum Ausgleich zwischen Ausgaben und Einnahmen durch Mitgliederbeiträge Spenden von 20.000 Euro vor. Wir bitten alle Freunde und Mitglieder, dazu beizutragen, dass dieser Betrag aufgebracht wird. (Rückfragen und Kontonummer siehe Vorderseite.)

Internes aus der Redaktion

Jan sei herzlich gedankt, dass er im vergangenen Jahr nochmals den Rundbrief übernommen und ihn so pünktlich und zuverlässig gestaltet hat. Es steckt viel Zeit und Arbeit dahinter!

Diese Ausgabe hat zum ersten Mal das neue Team Ilse (Redaktion) und Charles (Grafik) erarbeitet. Der Rundbrief wird wie bisher alle zwei Monate er­scheinen, dazwischen gibt es den „Info-Brief“, der versetzt ebenfalls alle zwei Monate und nur an Mitglieder verschickt wird.

Wer laufend per E-Mail Informationen über Beth Shalom und die jüdische Welt erhalten will und Beth-Shalom-Mitglied ist, kann sich unter adrian.schell@gmx.de in die E-Mail-Liste eintragen lassen.

Sie haben ein Buch mit jüdischem Bezug gelesen? Dann schreiben Sie uns doch, was Sie davon halten. Sie wissen von einer Veranstaltung? Dann teilen Sie uns bitte den Termin mit. Wir von den Informationsdiensten brauchen Informationen – auch von Ihnen! Alles, was Ihnen wichtig und interessant erscheint, erfahren gerne Beth, Ilse oder Adrian.

Jahrestagung in Berlin

Die Jahrestagung der Union progressiver Juden in Deutschland e. V. findet von Donnerstag, 10. Juli, bis Sonntag, 13. Juli 2003, statt. Tagungsort ist in diesem Jahr Berlin-Spandau. Das Thema lautet „Jüdisches Leben in der Pluralität. Erfahrungen und Perspektiven“. Die Tagungssprachen sind Deutsch, Russisch und Englisch.

Seit 1995 treffen sich Jüdinnen und Juden der liberalen und konservativen Religionsrichtung jedes Jahr, um gemeinsam zu lernen, zu beten, zu feiern, Erfahrungen auszutauschen und Positionen zu klären. Die Tagung dient dazu, das bislang Erreichte in neue Bezüge zu stellen und Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen. Praxisorientierte Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen und Referate von qualifizierten Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland schaffen Raum für gemeinsames Lernen und den Erfahrungsaustausch.

Die Union lädt dazu alle interessierten Jüdinnen und Juden, unabhängig ihres persönlichen Hintergrundes, ein. Die Tagung ist ein Forum, in dem die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Ausdruck gebracht werden soll.

Da der bisherige Tagungsort zu klein geworden war und in den letzten beiden Jahren vielen Menschen abgesagt werden musste, ist der Treffpunkt ein größeres Tagungszentrum. Es liegt in Berlin-Spandau und ist gut zu erreichen.

Folgende Themenbereiche werden in den Workshops voraussichtlich bearbeitetet:

1. Jüdische Identität in Deutschland, Österreich und der Schweiz 2003

2. Informationen aus dem liberalen und konservativen Judentum

3. Jüdische Erziehung

4. Halacha und jüdisches Leben

5. Jüdische Liturgie

6. Jüdische Kultur – Geschichte – Wissenschaft des Judentums

7. Gemeindeleitung – Fundraising – aktuelle Gemeindefragen

8. Schiurim

Anfragen und Programmvorschläge unter
jahrestagung@liberale-juden.de

Bücher – interessant und preiswert

Die Edition Colloquium im Wissenschaftsverlag Volker Spiess räumt ihr Lager und bietet folgende Bücher zu einem günstigen Preis an. Geliefert wird, so lange der Vorrat reicht.

Marianne Awerbusch/Stefi Jersch-Wenzel, Bild und Selbstbild der Juden Berlins zwischen Aufklärung und Romantik. 264 S., geb., früher 98 DM, jetzt 19,95 2 • Die Tagungsbeiträge internationaler Wissenschaftler konzentrieren sich auf die Epoche vom Ende des 18. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, als die „bürgerliche Emanzipation“ der Juden in der preußischen Hauptstadt Programm und Kontroverse wurde. Die detaillierten Schilderungen alltäglicher Realität vor dem Hintergrund dogmatischer Auseinandersetzungen und aufklärerischer Forderungen ermöglichen einen neuen Blick auf den Prozess möglicher Assimilation – es entstand für einige Jahrzehnte eine einmalige soziale Symbiose zwischen einer schmalen jüdischen Oberschicht und einer begrenzten Gruppe von christlichen Aristokraten, Beamten, Wissenschaftlern und Künstlern. Sie prägten das Selbstverständnis der preußischen Juden für Generationen.

Guido Kisch, Judentaufen. Eine historisch-biographisch-psychologisch-soziologische Studie. 136 S., geb., früher 68 DM, jetzt 17,50 2 • Der Verfasser verfolgt am Beispiel gebildeter Juden den Wechsel zum christlichen Glauben seit der Emanzipationsbewegung zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Einer Reflexion über das Problem der Judentaufe, die Literaturlage und die Motive folgen Selbstbekenntnisse von Konvertiten und glaubenstreuen Juden.

Stefi Jersch-Wenzel, Deutsche – Polen – Juden.
Ihre Beziehungen von den Anfängen bis ins
20. Jahrhundert. 324 S., geb., früher 68 DM, jetzt 17,50
2 • Die Beziehungen zwischen Deutschen, Polen und Juden werden in den Tagungsbeiträgen vom Mittelalter bis in die Gegenwart verfolgt. Dabei werden wirtschaftliche Fragen ebenso bearbeitet wie Probleme der jüdischen Refor­-mation und die Minoritätenpolitik. Den Band schließt eine Reflexion Peter Steinbachs über den Aussagewert der nach 1945 entstandenen Quellen zur Geschichte der NS-Gewaltverbrechen ab.

Stefi Jersch-Wenzel, Juden und „Franzosen“ in der Wirtschaft des Raumes Berlin/Brandenburg zur Zeit des Merkantilismus. 308 S., geb., früher 98 DM, jetzt 19,95 2 • Die preußisch-merkantilistische Wirtschaft des 18. Jahrhunderts. wurde durch privilegierte (Franzosen) und verachtete (Juden) Minoritäten befördert. Die Verfasserin untersucht dieses durch staatliche Initiative „importierte Ersatzbürgertum“. Nicht der oft behauptete Zusammenhang zwischen Religionsinhalt und Wirtschaftsverhalten sondern die enge Bindung an die Zentralgewalt führte zur Konzentration auf den Merkantilismus statt zu einer innovativen Durchsetzung der Frühindustrialisierung.

Werner Schochow, Deutsch-jüdische Geschichts­-wissenschaft. 352 S., geb., früher 108 DM, jetzt 24,95 2 • Der Verfasser stellt sich die Aufgabe, eine Geschichte der jüdischen Bibliographie in Deutschland seit der Begrün­­dung einer Wis­senschaft des Judentums zu schreiben und deren Organisationsformen in ihrer his­torischen Entwicklung zu verfolgen. In gründlicher historischer Rückschau werden die Voraussetzungen für eine Gesamtbibliographie der Juden über Deutschland hinaus erörtert.

Ihre Bestellung nimmt gerne
per E-Mail oder Fax entgegen:

Edition Colloquium im
Wissenschaftsverlag Volker Spiess
Gneisenaustr. 33 , D-10961 Berlin
Fax: 030/ 691 40 67
spiess-verlage@t-online.de

Gedenken an die Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge

Remembering the Destruction of the Central Synagogue Munich


Die "kleine Torah" kehrt nach Deutschland zurück

Rabbiner Ordination

Jüdische Weisheit

Send an e-mailLiberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom e.V.
Postfach 750 566, 81335 München,
Tel. +49(0)89-7670-2711,
Fax +49(0)89-76702758


Mitglied der Union Progressiver Juden in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Mitglied der World Union for Progressive Judaism, assoziiert den Reform Synagogues of Great Britain

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eMail beth.shalom@liberale-juden.de Internet http://www.beth-shalom.de