Rundbrief September - Oktober 2003
Liberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom
Elul 5763 - Tischri 5764

Berichte & Meldungen

 

· Termine

· Torahvorhang kehrt nach München zurück

Eine kleine Zwischenbilanz

Seit Chanukka gibt es nun auch Jung und Jüdisch in München. Die Bilanz der ersten Monate kann sich sehen lassen. Den Auftakt bildete das Deutschlandtreffen im letzten Jahr. Namhafte Referenten, darunter auch Hildegard Hamm-Brücher haben zu einer gelungen Veranstaltung mit rund 80 Teilnehmern beigetragen.

In der Bilanz kann ebenfalls auf der Habenseite ein gemeinsamer Pessachseder (mit eigener Haggada), der Besuch des Deutschlandtreffens in Berlin, der erste von Jung und Jüdisch geleitete Gottesdienst, eine Dreitagesfahrt nach Prag (siehe Bild) und ein Sommerfest an der Isar verbucht werden. Die Gruppe, die für 18- bis 35-jährige Juden aus München offen ist, trifft sich inzwischen 14-tägig, oft nur auf ein Bier oder einen Wein.

Die religiöse Heimat ist für viele Mitglieder von Jung und Jüdisch München eindeutig Beth Shalom. Es gibt aber auch gute Beziehungen zu Mitgliedern der anderen Synagogen und zu jungen Juden, für die Religion keine oder nur eine kleine Rolle spielt.

Allein bis zum Jahresende wird der Kalender von Jung und Jüdisch mit Aktivitäten gut gefüllt sein. Am 24.Oktober ist der nächste Gottesdienst, den Jung und Jüdisch leiten wird, davor steht der Besuch des Oktoberfestes natürlich auf der Agenda, zu Sukkot und Chanukka sind eigene Veranstaltungen geplant, und einmal treffen sich Mitglieder von Jung und Jüdisch München noch mit anderen Jung und Jüdischlern aus ganz Deutschland.

Wer informiert sein will, kann sich über jung-juedisch-muc@gmx.de  in den Verteiler eintragen lassen. Oder einfach beim nächsten Synagogenbesuch einen von uns ansprechen. Im Internet sind wir unter: www.jungundjuedisch.de zu finden.

Adrian

Spende

Dr. Simon Werner sel. A. hat Beth Shalom in seinem Testament bedacht und 5.000 € vermacht. Wir sind ihm dafür sehr dankbar. Ein Freund von Dr. Werner hat zudem aus dessen Nachlass 500 € gespendet. Vielen Dank.

Gottesdienst mit
Jung und Jüdisch

Ihren ersten Gottesdienst zu Erew Schabbat hat die Gruppe Jung & Jüdisch (J&J) München in der Beth Shalom-Synagoge am 27. Juni geleitet. Schade, dass nur wenige Gemeindemitglieder den gut vorbereiteten und durch einige neuen Melodien begleiteten Auftritt am „rabbinerfreien“ Wochenende besucht haben. Die nächste Gelegenheit das J&J-Gottesdienst-Team live zu erleben, kommt im Herbst beim Erew-Schabbat-Gottesdienst am 24. Oktober.

Jan

Kultur

Für die Wintermonate von Dezember bis März möchte Beth Shalom einmal im Monat einen Kulturabend anbieten, wobei Mitglieder der Gemeinde die Gestaltung übernehmen. Den Aktivitäten sind keine Grenzen gesetzt: gemeinsames Kochen und Essen, Probe mit koscherem Wein, Vorträge, Dia-Show, Film, Tanzen, usw., usw. Zu den Kulturabenden in der Synagoge sind auch Freunde und Bekannte herzlich eingeladen.

Kinderbetreuung

Susanne hat während der letzten Schabbat-Gottesdienste eine Spielecke für Kinder eingerichtet, eine Geschichte gelesen, etwas gespielt, ein bisschen gebastelt. Dafür vielen Dank! Ihr Wunsch ist, dass noch mehr Kinder kommen und sich auch andere Erwachsene um unsere Kleinsten kümmern.

Zum Aufwand: Es reicht nicht ganz, nur da zu sein, weil sich die Kinder zum Teil nicht kennen und je nach Temperament eine längere Anlaufzeit brauchen, um mit den jeweils anderen warm zu werden. Möglich ist, aus einem Kinderbuch zum Judentum vorzulesen oder einfache Spiele zu machen. Bei schönem Wetter ist zudem ein Miniausflug zum Spielplatz denkbar.

Bitte Kontakt mit Susanne aufnehmen.

Zwei Hochzeiten und ein Babynaming

10. Mai Erster Gottesdienst in unserer Synagoge. Der Toraschrein steht, aber sonst sind die Räume leer, es gibt auch noch keine Stühle. Aber die Freude ist riesig!

11. Mai Unsere Gemeinde kann man durchaus umzugserprobt nennen. Aber diesmal ist es etwas anderes: Sie zieht zum ersten Mal in Räume, die ihr selbst „gehören“. Ausräumen der HH ist angesagt. Aber was ist das? Polizisten sperren die Straße großräumig ab. Etwa wegen uns? Nein, das Deutsche Museum feiert Jubiläum und just zum Zeitpunkt, zu dem die vielen Helfer kommen wollen, wälzt sich der Festumzug durch das Stadtviertel. Die Beth Schlomniks lernen in letzter Minute, auf welchen verschlungenen Pfaden sie die alten Synagogenräume erreichen können. Noch einmal Putzen, da wird einem ganz wehmütig.

25. Mai Der große Tag von Ines und Eike. Nach mehr als 20-jähriger ziviler Ehe treten sie unter die Chuppa. Massel tov! Eike selbst und viele andere haben in den letzten Wochen kräftig Hand bei der Möblierung angelegt. Während der Gebetsraum schon ziemlich vollständig ist, wird nun auch der andere schön wohnlich. Es ist ein wunderschönes Fest – danke dafür! – und alle, die sich in der Gemeinde für den Abwasch zuständig fühlen, atmen auf: Wir haben jetzt sogar eine Spülmaschine!

5. Juni Nach dem Gottesdienst am Erew Shawuot Tikkun Lejl Shawuot, die „lange Nacht des Lernens“: Auch in diesem Jahr halten Gemeindemitglieder interessante Referate. Der Rabbi und seine Tochter nutzen den einen Raum und schlagen Zelte auf. Ein etwas ungewohnter Anblick für die Gottesdienstbesucher am nächsten Morgen.

27. Juni Jung und Jüdisch übernimmt zum ersten Mal die Gestaltung eines Gottesdiensts. (Mehr dazu in „Gottesdienst mit J&J“.)

19. Juli Wir haben ein neues Gemeindemitglied und feiern miteinander die Namensgebung von Batya, Tochter von Nissim und Shmuel und Schwester von Noah und Leah. Geboren wurde Batya am 31. März 2003. Massel tov!

20. Juli Es geht weiter mit den Festen: Laura und Simione aus Genua haben Chuppa. Rabbiner van Voolen vollzieht die Zeremonie, Avital aus Berlin und der Chor von Beth Shalom rühren mit dem Gesang Brautpaar und Gäste zu Tränen, die Vielsprachigkeit zeigt erneut die Lebendigkeit unserer Gemeinde. Laura schrieb danach in ihrem langen Brief unter anderem: „Dankeschön an alle, die da waren. Jeder Einzelne hat diese Hochzeit zu dem gemacht, was sie geworden ist. Wir haben uns geliebt gefühlt und es war eine fantastische Freude für uns beide. Wir bleiben mehr denn je Mitglieder dieser unseren Gemeinde und sehnen uns schon danach, wieder in eurer Mitte tatkräftig mitzumachen!“ Auch Laura und Simione besten Dank und massel tov!

In unseren neuen Räumen haben mittlerweile nicht nur die Gottesdienste einen schönen Rahmen, hier lernen auch die Kinder, trifft sich Jung und Jüdisch München, probt der Chor, konnte man koscheren Wein verkosten und während des Schabbat-Brunchs miteinander reden. Was haben wir eigentlich ohne die Räume gemacht? Danke an alle Helfer und Spender! Es war viel zu tun und zu besorgen – es ist gut gelungen!

Spenden sind übrigens weiterhin sehr willkommen: Konto-Nr. 46 764 935, HypoVereinsbank München, BLZ 700 202 70.

Ilse

Schily würdigt progressives Judentum

In Anwesenheit von Bundesinnenminister Otto Schily beging die Weltunion für progressives Judentum am 10. Juli das 75-jährige Jubiläum ihrer ersten Konferenz, die in Berlin stattfand. Zwei Jahre nach ihrer Gründung sei die Weltunion 1928 mit Repräsentanten aus aller Welt dorthin gekommen, wo das liberale Judentum einmal seinen Anfang genommen und die lebendige Ausprägung gefunden habe, sagte Schily bei seiner Ansprache. „Leider liegt zwischen diesem Jahr und der Gegenwart die finstere Zeit des Nationalsozialismus, durch den die blühende jüdische Kultur ausgelöscht wurde. Ich werte die Wahl von Berlin als Veranstaltungsort daher als ein bedeutendes Zeichen dafür, dass die jüdische Gemeinschaft wieder zu einem lebendigen, festen Bestandteil des kulturellen und religiösen Lebens in Deutschland geworden ist.“

Zur Weltunion für progressives Judentum zählt seit 1997 auch die Union progressiver Juden in Deutschland. Zu ihr gehören zwölf Gemeinden, unter anderem Beth Shalom, sowie das Abraham-Geiger-Kolleg, das einzige liberale Rabbinerseminar auf dem europäischen Kontinent; es wurde 1999 mit Unterstützung der Bundesregierung gegründet.

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zu den Hohen Tagen

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Gedenken an die Zerstörung der Münchner Hauptsynagoge

Remembering the Destruction of the Central Synagogue Munich

Rabbiner Ordination

Die "kleine Torah" kehrt nach Deutschland zurück

Jüdische Weisheit

Impressum:
Send an e-mailLiberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom e.V.
Postfach 750 566, 81335 München,
Tel. +49(0)89-7670-2711, Fax +49(0)89-76702758
eMail: beth.shalom(at)liberale-juden.de

Mitglied der Union Progressiver Juden in Deutschland
Mitglied der World Union for Progressive Judaism, assoziiert den Reform Synagogues of Great Britain

Konto 46 764 935 HypoVereinsbank München (BLZ 700 202 70)

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