Wieder Liberales Jüdisches Leben in München
Am
Schabbat Wajera 5754 (15. November 2003) feierten wir mit einem
Festgottesdienst die Eröffnung unserer Synagoge. Damit hat das liberale
Judentum in München wieder eine feste Bleibe gefunden und München nach 65
Jahren wieder eine liberale Synagoge.
Dass
Nathan Kalmanowicz, Vizepräsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde München
und Mitglied im Präsidium des Zentralrats, Glück- und Segenswünsche des
Zentralratspräsidenten Paul Spiegel und der Präsidentin der Münchner
Kultusgemeinde, Charlotte Knobloch, überbrachte, sieht der Vorstand von Beth
Shalom als Pfand dafür an, dass die begonnenen Gespräche über die Integration
von Beth Shalom als einer eigenständigen liberalen Synagoge in die Münchner
Einheitsgemeinde bald zu einem erfolgreichen Abschluss führen werden.
Benefiz-Kunstauktion für unsere Synagoge
Ein
schöner Erfolg war die Benefiz-Kunstverstei-gerung zu Gunsten unserer Gemeinde
Anfang Dezember letzten Jahres, die Marlies Poss, selber Künstlerin und
Vorstandsmitglied von Beth Shalom, initiiert hat. Die Veranstaltung erbrachte
rund 20.000 Euro.
Bei der
Veranstaltung in der "Piazza" der Hauptverwaltung der E.ON Energie in München
unter Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Otto Schily konnte der Galerist
Bernhard Wittenbrink, der sich kostenlos als Auktionator zur Verfügung
gestellt hatte, fast alle 47 Kunstwerke einem Bieter zuschlagen.
Die
Kunstwerke haben namhafte Münchner Galerien als Spende zur Verfügung gestellt,
darunter die Galerien Michael Hasenclever, Grimm-Rosenfeld, Dany Keller,
Galerie Heinz Herzer, Marie-Jose van de Loo, Monika Sprüth Philomene Magers,
Rieder, Wittenbrink, Biedermann, Barbara Ruetz, Karin Sachs, Rüdiger Schöttle,
Fred Jahn, Zink & Gegner, Six Friedrich Lisa Ungar, Barbara Gross und die
Sammlung Goetz, die Kehayoff Verlagsbuchhandlung und Eva Efrat.
Dafür
vielen Dank!
Gedankt
werden soll auch an dieser Stelle allen, die die Auktion zu einem Erfolg
gemacht haben, vor allem Professor Rainer Frank Elsässer, Vorstandsmitglied
der E.ON Energie, sowie den Organisatoren der Veranstaltung, Matthias Strauss
und Günther Schneider vom Münchner Event- und Kulturmanagement.
Israel in
Ägypten
Hören Sie
am Sonntag, 29. Februar 2004 um 20.00 Uhr im Prinzregententheater Händels
wunderbares Oratorium über den Auszug der Israeliten aus Ägypten, gespielt auf
historischen Instrumenten von der Neuen Hofkapelle München (Organisation: Beth
Gahbler), gesungen von dem orpheus chor münchen sowie namhaften Solisten. Karten
bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.
Unser
Rabbiner ist am Abend des 4. März anlässlich der Marc-Chagall-Ausstellung (seit
12.2. im Glaspalast) in Augsburg. In der Diskussion wird es u. a. über
Chassidismus gehen.
Vom
18.–21. März 2004 findet in Den Haag eine Konferenz der European Region der
World Union for Progressive Judaism statt. Sie hat das Thema "Das sich
verändernde Europa als Herausforderung für das europäische Judentum" und kostet
275 1 (inkl. Mahlzeiten, ohne Übernachtung). Infos bitte erfragen unter:
administrator@europeanregion.org
Studentinnen und Studenten des Studiengangs Sologesang an der Hochschule für
Musik und Theater München bieten am Donnerstag, 22. April 2004 um 20.00 Uhr
jüdische Vokalmusik (synagogal/jiddisch/ladino) dar. Das Konzert findet im
kleinen Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater München, Arcisstrasse
12, statt. Der Eintritt ist frei.
Am 6.
April feiern wir gemeinsam in der Synagoge den zweiten Sederabend. Beginn ist 19
Uhr. Da wir aus Platzgründen die Teilnahme auf maximal 80 Personen beschränken
müssen, ist eine Anmeldung notwendig (0160/4638982 mit Angabe von Namen und
Telefonnummer). Wenn Sie bei den Vorbereitungen helfen wollen, teilen Sie es
bitte bei der Anmeldung mit oder sprechen Sie mit Maria.
Wir
werden uns – wie im vergangenen Jahr – selbst verköstigen, das heißt: Bitte
bringen Sie ausreichend Speisen (milchig und koscher für Pessach) mit. Wein und
nicht alkoholische Getränke werden verkauft (bitte nicht mitbringen).
Die
Mitglieder werden um eine Spende gebeten (als Empfehlung gelten 10
1/Einzelperson bzw. 20 1/Familie), für Nichtmitglieder kostet die Teilnahme 50
1/Erwachsener und 20 1/Kind. Bitte bringen Sie Ihre Haggadah mit.
Jung +
Jüdisch weiter aktiv
Am Erew
Schabbat Teruma, 27. Februar, leitet Jung und Jüdisch wieder den Gottesdienst
und lädt hierzu die ganze Gemeinde ein. Beginn wie üblich um 19.30 Uhr mit
anschließendem Kiddusch und Onegg. Bitte Speisen (milchig/parve) für das Buffet
mitbringen.
Vom 16.
bis 18. April findet das nächste Treffen von Jung und Jüdisch Deutschland statt.
Es wird interessante Seminare und Vorträge rund um jüdisches Leben in
Deutschland, Frankreich und Israel geben. Die Münchner Gruppe nimmt
selbstverständlich aktiv daran teil (unter anderem übernehmen wir die Gestaltung
des Erew-Schabbat-Gottesdienstes). Wer Lust und Laune hat, ist herzlich
eingeladen mitzufahren. Zuschüsse zu den Fahrtkosten gibt es für
Kontingentflüchtlinge durch den Zentralrat.
Informationen:
http://www.jungundjuedisch.de
Am
Freitag, 12. März 2004, um 19.00 Uhr liest unser Gemeindemitglied Can
Schell-Apacik in der Beth-Shalom-Synagoge aus der Erzählung "Der wiedergefundene
Freund" von Fred Uhlmann. In der Pause wird es einen Kiddusch geben; die Gäste
werden gebeten, dafür Speisen (milchig/parve) und Getränke mitzubringen. |